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Mein Lebenslauf hat eine Lücke – mit vier Namen.

Vier Teenager, vier Meinungen, vier potentiellen Krisen vor dem Frühstück. Wer das täglich managt, braucht keinen Workshop im Krisenmanagement. Familienalltag härtet ab.

Wer sind Hell’s Kids & Clients?

Meine Kinder. Meine Kanzlei. Beides gehört zusammen. Punkt. Keine weitere Erklärung nötig.

Manche Recruiter geben den angeblich ultimativen Tipp, Kinder in Bewerbungen nicht zu erwähnen. In Lebensläufen tauchen sie als Lücke auf. Bedeutet konkret bei mir: acht Jahre Lücke. Ein großes langes Nichts.

Als hätten die Jahre nichts gezählt, in denen ich tausende an Windeln gewechselt, zig Nächte nicht durchgeschlafen und rund um die Uhr Bereitschaftsdienst hatte; 490.560 Stunden, in denen ich nie aufgehört habe, Juristin zu sein. N-I-C-H-T-S.

Merkste selbst, oder?

Das ist nicht nichts. Das ist Kompetenz. K-O-M-P-E-T-E-N-Z.

Was ist der härtere Job? Mal so, mal so. Klar ist: Die Ansprüche der Familienklientel sind eindeutig höher. Packe zwei Wochen Strandurlaub in zehn freie Minuten! – Revidiere den Fehler, die Butter von Nord nach Süd aufs Brot geschmiert zu haben anstatt umgekehrt! – Wer das schafft, meldet sich bitte. Die Reaktion der Anspruchsteller U18 bei Nichterfüllung? Geräuschvoll und unsachlich.

Die Kinder wachsen. Die Themen verändern sich.

Die Themen früher: GeburtenGeburtstagsevents oder eine Shoppingtour im Gänsemarsch. Mit Kindern kann alles ein wunderbares Ereignis werden. Oder ein Desaster. Man weiß nie, was kommt. Jeder Tag ist neu, jeder Tag ist anders. Ohne die kindlichen Weltanschauungen und Sturheiten wäre ein Zahnarztbesuch nichts Besonderes, eine Honigmelone nur eine gelbe Frucht und Schmutzwäsche eine nicht weiter auffällige Ansammlung reinigungsbedürftiger Textilien.

Die Themen heute: Vier Teenager, vier Meinungen, vier Bildschirme — und eine WLAN-Leitung, die das Schlachtfeld ist. Dazu Schulstress, der sich wie Fristendruck anfühlen kann, nur ohne Honorar. Und echten Fristendruck in der Kanzlei, der sich manchmal wie Schulstress anfühlt — nur mit Konsequenzen. Der Unterschied zwischen 3 und 13? Gefühlt keiner. Die Lautstärke ist dieselbe.

Chaos formt, Humor hilft, um darin nicht zu versinken. All das, was im Lebenslauf als Nichts zählt. Wäre schade, nicht davon zu erzählen.

Wer ist Frau Paragraph?

Mein Nickname, mein Beruf. Ich bin Juristin — und das mit Überzeugung, auch wenn das nicht immer so war.

Es gab Phasen, in denen ich Jura fast schon gehasst habe. Vor dem ersten Examen. Mitten im Berufsalltag. Immer wieder stand die Frage im Raum: Was wäre die Alternative? Die Antwort lag näher, als ich dachte — buchstäblich zu Hause. Mein Mann, zufällig auch Rechtsanwalt, gründete eine Kanzlei. Ich stieg ein. Heute bin ich Partnerin.

Paragraph steht für das, was ich tue.

Was ist „Jura für Paragrafengören“?

Kurze Clips zu Jura —auf Instagram und TikTok, mein Nebenprojekt, meine Überzeugung: Recht geht jeden an. Ob du willst oder nicht. Du wirst geboren: § 1 BGB. Du wirst 18: § 2 BGB. Paragraphen sind selbst dann da, auch wenn du nichts tust. Du steigst in die U-Bahn. Wer ist da? Richtig. Paragraphen.

Als Mutter von vier Teenagern lerne ich täglich neu, wie schnell Jugendliche gedanklich aussteigen. Genau das treibt @frau.paragraph an: Jura so erklären, dass niemand sofort auf Durchzug schaltet..

Kurze Videos. Echte Gesetze. Kein Juristendeutsch.

Recht. Echt. Einfach.

Was darf nicht fehlen? – Kleckerlätzchen!

Zwei Romane. Ich bin noch immer stolz darauf, auch wenn seit Veröffentlichung schon ein paar Jahre vergangen sind. Titel für Band drei steht. Geschrieben werden müsste er allerdings noch. Bis dahin: Lies rein, wenn du magst.

 

 

 

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