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Warum dürfen Frauen nicht mit auf Dienstreisen?

  • Antwort 1: Die vielen Drei Wetter Taft Dosen verursachen Probleme beim Check-In.
  • Antwort 2: Es ist total peinlich, wenn die Kollegin bei der Flugzeuglandung klatscht.
  • Antwort 3: Kolleginnen gehen ungern ins P*ff.
  • Antwort 4: Hä, ich verstehe die Frage nicht.

Aus dem Bauch raus hätte ich Antwort 4 genommen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen leider, dass zu viele Menschen, ich behaupte mal Männer, sich für eine der Antworten 1 bis 3 entscheiden würden, ob offen oder insgeheim. So bitter das ist: Wir sind in Sachen Gleichberechtigung noch lange nicht am Ziel. Waren wir nie und die Pandemie hat uns um Jahre, wenn nicht gar um Jahrzehnte zurückgeworfen. Wer hätte etwa am 1. Januar 2020 gedacht, dass vier Monate später ein Großteil der (arbeitenden) Mütter dazu verdonnert wird, dem Nachwuchs im Homeschooling den Unterrichtsstoff näher zu bringen? Ich nicht. Kinderlos wäre mir das nicht passiert. Dann wäre ich vielleicht auch im Homeoffice gesessen, hätte mich womöglich gefragt, warum niemand vorher auf die grandiose Idee gekommen ist, seine Mitarbeiter gemütlich in den eigenen vier Wänden arbeiten zu lassen.

Männer und Frauen werden beim Thema Beruf sehr unterschiedlich bewertet.

Frauen machen es falsch. Immer.

  • Arbeite als Mutter Vollzeit: Rabenmutter.
  • Arbeite in Teilzeit: Stempel „Teilzeit-Mutti“, nie nett gemeint. Langweilige Aufgaben, geringe Wertschätzung, Karrierechancen gleich Null.
  • Arbeite gar nicht: Faule Latte-Macchiato-Mutti, lässt sich aushalten und schaut permanent Frühstücksfernsehen.

Männer hingegen machen es richtig. Immer.

  • Arbeite als Vater Vollzeit: fürsorglicher Vater, der die Last auf sich nimmt, Alleinverdiener zu sein.
  • Arbeite in Teilzeit: Respekt! Er nimmt einen Karriereknick in Kauf, weil er sich auch um die Kinder kümmern möchte.
  • Arbeite gar nicht: Was für ein Teufelskerl! Hängt den Beruf an den Nagel, um seiner Frau den Rücken frei zu halten.

Finde den Fehler. Wie kann es sein, dass das Verhalten zweier Menschen, die an sich dasselbe tun, so unterschiedlich bewertet wird? Und das nur, weil der eine ein Mann und die andere eine Frau ist?

Was ist Familienzeit in Buchstaben?

Platz für Themen von Müttern, gerne auch Vätern. Die Kinder wachsen, die Themen verändern sich. Für mich als arbeitende Mutter von vier Töchtern stellt sich fast täglich die Frage, wie ich Familie und Beruf bestmöglich unter einen Hut packe. Mit vier Kleinkindern und ohne Klone hätte ich in den ersten Jahren zu sechst den Spagat zwischen Familie und Beruf nicht hinbekommen. Deshalb: acht Jahre Elternzeit. Die Themen damals: Geburten, Geburtstagsevents oder eine Shoppingtour im Gänsemarsch. Mit Kindern kann alles ein wunderbares Ereignis werden. Oder ein Desaster. Man weiß nie, was kommt. Jeder Tag ist neu, jeder Tag ist anders. Ohne die kindlichen Weltanschauungen und Sturheiten wäre ein Zahnarztbesuch nichts Besonderes, eine Honigmelone nur eine gelbe Frucht und Schmutzwäsche eine nicht weiter auffällige Ansammlung reinigungsbedürftiger Textilien.

Dass Frauen, insbesondere Mütter im Berufsleben nicht gerade die Mitarbeiter mit den besten Karrierechancen sind, ist zwar ein fataler Fehler, wird sich aber so schnell nicht ändern.

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, auf die der Equal Pay Day jährlich aufmerksam macht. Im Gegensatz dazu wirken dumme Sprüche im Berufsleben geradezu lachhaft. Sie nerven aber.

Da hilft oft nur eins: Humor, gerne schwarz.

Zum Glück gibt es immer mehr junge Frauen und Männer, die ein gleichberechtigtes Verständnis von Familie leben. Die Frage lautet z.B. nicht, wer in Elternzeit geht, sondern wie sich diese Zeit aufgeteilt wird. Es ändert sich langsam, aber es ändert sich.

Wer ist Frau Paragraph?

Mein Nickname im Netz. Warum Paragraph? Weil ich Juristin bin, und das gerne. Zwischenzeitlich gab es Zeiten, in denen habe ich Jura gehasst. Nicht nur einmal wollte ich den ganzen Kram einfach hinschmeißen. Ob vor dem 1. Examen oder schon im Beruf: Oft stand die Frage im Raum, was denn die Alternative wäre. Was ganz anderes? Job Hopping? Um vielleicht doch einmal auf der perfekten Stelle zu landen? Die perfekte Stelle habe ich gefunden oder besser gesagt: Sie ist mir in den Schoß gefallen. Manchmal liegt das Gute so nah: zu Hause. Nämlich dann, wenn sich der Ehemann, zufällig auch Rechtsanwalt, selbständig macht und jemanden braucht, der sich auch um Website & Co. kümmert.

Was darf nicht fehlen? – Kleckerlätzchen!

Meine zwei Romane. Darauf bin ich immer noch und immer wieder stolz, auch wenn seit Veröffentlichung schon ein paar Jahre vergangen sind. Den Titel für #3 hätte ich schon, geschrieben werden müsste er allerdings noch. Bis dahin bleibt es bei den beiden Kläckerlätzchen: Du willst dir einen Eindruck verschaffen? Dann mach!

 

 

 

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