Fakenews,  Jura

Fünf Vorurteile gegenüber Anwälten


Und warum sie nicht stimmen

Emotionslos, kalt, geldgierig. Begriffe, die gern mit Anwälten in Verbindung gebracht werde. Zu Recht? Hier wird mit den wichtigsten Vorurteilen aufgeräumt.

Vorurteil #1

Betritt ein Anwalt den Raum, sinkt die Temperatur um 3 Grad Celsius.

Falsch.

Messungen in Gerichtssälen und repräsentativen Kanzleien – klein, mittel, groß – haben ein Absinken der Raumtemperatur innerhalb von zehn Minuten um exakt 4,7 Grad Celsius ergeben, und zwar unabhängig von Tages- oder Jahreszeit. Auch die Anzahl der bereits Anwesenden spielte keine Rolle.

Unterschiede zwischen Strafverteidigern, Zivilrechtlern und Anwälten aus dem Öffentlichen Recht – wie in der Wissenschaft vereinzelt behauptet – konnten nicht bestätigt werden.

Allein im Sozialrecht, punktuell auch im Familienrecht, hatte die Anwesenheit des rechtlichen Beistands keine Auswirkungen auf den räumlichen Wärmezustand.

Vorurteil #2

Junganwälte lernen in Haifischbecken das Schwimmen.

Falsch.

Wegen fieser Wesenszüge und auch aufgrund des Artensterbens im Haifischbereich wird zwangsläufig immer öfter auf Delfine zurückgegriffen. Gewalt gegen Artgenossen, von Körperverletzungen bis hin zu Kapitalverbrechen – all dies ist bei den meist grauen Meeressäugern keine Seltenheit.

Optisch zuckersüß, charakterlich teuflisch – so lassen sich Flippers Verwandte am besten beschreiben. Und genau wegen ihrer Aggressivität und Bissigkeit werden Delfine immer öfter in der juristischen Ausbildung eingesetzt. Das Lernziel, den Jura-Nachwuchs im Nahkampf mit erbarmungslosen Gegnern zu trainieren und gegen die künftigen Brutalitäten des Berufslebens abzuhärten, wird durch Verwendung des animalischen Aliuds genauso erreicht wie beim Hai-Original.

Vorurteil #3

Nach oben wird gebuckelt, nach unten getreten.

Fast richtig.

Neben Buckeln nach oben und Treten nach unten existiert noch eine weitere beliebte Verhaltensweise: der Kick mit dem Ellbogen direkt in die Seite des unliebsamen Kollegen (m/w/d). Nur wer den Rippenstoß gegen die Konkurrenz in der Kanzlei beherrscht, hat Chancen, auf der Karriereleiter nach oben zu klettern.

Vorurteil #4

Juristen benötigen mehr Flüssigkeit als vergleichbare Berufe.

Falsch.

Das Rechtswesen mag öde, Juristendeutsch staubtrocken sein, zu eins führt das nicht: zu einem erhöhten Flüssigkeitsbedarf der Betroffenen. Dies haben Studien ergeben. Als Vergleichsgruppen dienten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Beamte in Finanz- und Stadtverwaltungen. Forschungen zu anderen Berufsgruppen werden derzeit noch durchgeführt.

Vorurteil #5

Anwälte gehen zum Lachen in den Keller.

Falsch.

Anwälte lachen nicht. Es gibt einfach keinen Grund dazu.

 


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