über mich


AUSBILDUNG

2015 Abschluss als Betriebswirtin (IWW)
2002 Zulassung als Rechtsanwältin
2001 2. juristisches Staatsexamen
1999 – 2001 Rechtsreferendariat, München
1999 1. juristisches Staatsexamen
1992 – 1999 Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität, München
1983 – 1992 Gymnasium, München

PERSÖNLICHES

geboren 1973 in München
verheiratet, 4 Kinder

IRIS IM INTERVIEW

Interview mit frauenpanorama.

Interview mit mamirocks zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf.


WER BIN ICH?

Ein Kind der quietschbunten 1970er-Jahre mit Macken und Marotten. Als Dreijährige wurde ich in eine orangekarierte Latz- oder eine knallrote Trachtenlederhose gesteckt und in meiner Fantasie ließ der liebe Gott am heiligen Sonntag zur Entspannung die Füße vom Himmel baumeln.

Die Farbenfreude meiner Kindheit mit ihren Prilblumen – wer erinnert sich noch? – und grobgemusterten Tapeten in den grellsten Nuancen des Regenbogens ließ in meinem Kopf auch die Zahlen bunt erstrahlen.

Die Null in weiß, die Eins war gelb und die Zwei leuchtete orange.

Die karierte Schlaghose war irgendwann verschwunden, die rote Trachtenlederhose ebenso. An deren Stelle sind andere Kleidungsstücke getreten, die im Schrank  farblich sortiert sein MÜSSEN, andernfalls bekomme ich hektische Flecken.

Die Affinität zu Zahlen ist geblieben, wofür ich oft auf Unverständnis stoße. Die jährliche Steuererklärung ist für mich immer wieder eine wahre Freude. Was für andere staubtrockene Materie, entfacht bei mir nicht nur durch die gut gelaunte grüne Brille Begeisterung.

Sieht man der kleinen Iris auf dem Foto schon an, dass Jahre später Buchhaltung zu ihren Lieblingsfächern im Studium zählen wird?

Auch könnte ich stundenlang glückselig im reichhaltigen Sortiment eines Büroartikelladens stöbern und würde mich danach fühlen wie nach einem Wellness-Aufenthalt.

WARUM SCHREIBE ICH?

Weil es Spaß macht! Und weil ich neben den Zahlen auch Bücher liebe. Es gab und gibt kaum einen schöneren Ort auf Erden – mit Ausnahme vielleicht eines Büroartikelladens – als eine Bibliothek, in der sich in unzähligen Regalen Unmengen an Büchern aneinanderreihen, die nur darauf warten, gelesen zu werden.

Liebes Tagebuch …

Seit ich zusammenhängende Sätze zu Papier bringen kann, war das Tagebuch mein wichtigster Vertrauter. Ein großer Bücherschrank beherbergt heute noch etliche Bände in unterschiedlichen Größen, Farben und zum Teil auch Formen. Tausende und abertausende handgeschriebene Wörter geben über Jahre hinweg Einblicke in das Leben eines Mädchens, einer Teenagerin und später einer jungen Erwachsenen. Werde ich alle Zeilen jemals wieder lesen? Wohl kaum. Der Zweck mancher Worte lag allein darin, von der Seele geschrieben zu werden.

Der AnSToß zum Schreiben

Mit Anfang zwanzig kamen fiktive Geschichten hinzu. Die Idee, einen Roman zu verfassen und den Schritt der Veröffentlichung zu wagen, schwirrte schon einige Zeit in meinem Kopf.

Anstoß für mein erstes Buch (zunächst als Hallo Lil erschienen), jetzt Kleckerlätzchen für Anfänger, gab eine an sich ärgerliche Situation:

„Mit einem schreienden Baby? Nein!“

Etwa ein halbes Jahr nach der Geburt meiner ersten Tochter waren eine Freundin und ich mit unseren Babys unterwegs. Natürlich den obligatorischen Kinderwagen im Schlepptau, wodurch allein wir uns schon als Hindernisse empfanden. Wer täglich einen Kinderwagen schiebt, kann sich vielleicht vorstellen, wovon ich rede. Übermüdet, hormongesteuert, höchstempfindlich hatten wir uns durchgerungen, mit Kind und Kegel ein Café zu betreten. Auf die Frage, ob wir uns dazu setzen dürften, antwortete die Zeitung lesende Dame: nein. Eines der Kleinen hatte angefangen, zu weinen. Das störte.

Das kleine dreijährige Mädchen in mir mit der grünen Brille war den Tränen nah (nah am Wasser habe ich auch heute noch gebaut) und wir zogen geknickt von dannen. Heute, als krisenerprobte Mehrfachmutter, die bei den Schwimmzügen durch die Wogen des Alltags zig mal das goldene Abzeichen erarbeitet und die sich durch meterhohe Windel- und Wäscheberge gekämpft hat, hätte ich anders reagiert.

Wörter fließen von allein.

Zu Hause schrieb ich das Erlebte auf. Je mehr ich schrieb, umso mehr Wörter, Sätze, Absätze und schließlich Kapitel wollten aus meinem Kopf heraus. Groß nachdenken musste ich nicht, denn ein Buchstabe fügte sich wie von selbst an den anderen.

Glücklicherweise gesellte sich zu der einen negativen Erfahrung deutlich mehr Positives, so dass Kleckerlätzchen für Anfänger kein Gejammer ist, sondern eine hoffentlich humorvolle, selbstironische Darstellung der ersten Schritte als Schwangere und junge Mutter.

Und jetzt?

Als der Erstling beendet und erschienen war, rissen die Ereignisse, die ich für erzählenswert hielt, nicht ab, und so ist die Fortsetzung, Kleckerlätzchen für Fortgeschrittene, die Fortsetzung entstanden. In einem Leben mit vier kleinen Damen – und natürlich auch mit einem wunderbaren Ehemann, das ich nie wieder missen möchte, vergeht fast kein Tag, an dem mir nicht ein Moment, ein Spruch, ein Bild oder etwas Gebasteltes in die Hände fällt oder vor die Füße purzelt, den bzw. das ich festhalten möchte. „Adelige Kinder haben so wohlerzogene Namen wie Adelheid oder Heinrich.“ Wie gerne genieße ich solche und ähnliche Sätze meiner Töchter bei einer Tasse Kaffee. Wenn dann noch eine Herde Einhörnchen durch unseren Garten galoppiert, ist die Welt wirklich in Ordnung.

Darf ich lesen? – Unbedingt!

Die heute verfassten Texte sollen wieder gelesen werden. Ich kann die Momente zwar nicht noch einmal erleben, ich kann mich aber beim Lesen immer wieder glücklich an sie erinnern.