#LoveWritingChallenge


WORUM GEHT ES?

Per Zufall bin ich am 1. Mai 2017 bei Facebook auf die #LoveWritingChallenge von Katie Kling (@autorinkatiekling) und ihrer Freundin Kristin (@thewritingcat) gestoßen:

Eine Blogparade für alle, die das Schreiben lieben. Zweck ist der Austausch von Bloggern und Autoren. Da ich mir beide Attribute auf die Stirn klatsche, mache ich natürlich gerne mit.

Unter jedes Wochenthema fallen sieben Unterthemen.

Infos zur #LoveWritingChallenge:

http://katie-kling.de/2017/04/29/lovewritingchallenge-blogparade-schreiben/

Der jeweils aktuellste Beitrag ist immer oben platziert. Der Anfang befindet sich dementsprechend ganz unten.

Thema No. 4: Rund ums Schreiben – 22. bis 28. Mai

7 Deine Geschichte in fünf Worten

Mein Roman Kleckerlätzchen für Anfänger ließe sich bestimmt mit mehr Schlagwörtern beschreiben. Ich habe mal fünf rausgesucht.

6 Deine erste Geschichte

Wie der kleine Schmetterling musste ich erst mal auf die Suche gehen. Die erste Geschichte ist schon einige Jahre her. Anlass war ein sehr trauriger, denn ein Freund einer Freundin wurde tödlich von einem Zug erfasst. Da im Leben Tod & Abschied zu oft eine Rolle spielen, wähle ich für meine Bücher heute positive & humorvolle Themen.

5 Kuriose Recherche

Da mein Roman Kleckerlätzchen für Anfänger auf meinen Erlebnissen als Erstlingsmutter basiert, musste ich nicht viel recherchieren. Spontan fällt mir ein, dass ich das Gewicht eines Trockners gegoogelt habe (ca. 60 kg).

4 Plot-getrieben vs charakter-getrieben.

⛴ Da ich zwar grob die Richtung eines Romans weiß und einzelne Szenen schreibe, um sie später an geeigneter Stelle zu platzieren, bin ich eher charakter-getrieben. ⛴

3 Selfpublishing vs Verlag

Klar hätte ich mich gefreut, wäre ich bei einem Verlag untergekommen. Nun nehme ich die Situation wie sie ist und mache das Beste daraus. Anders als Autoren baumle ich – wie die drei Lampen – vielleicht herum, weil ich das Projekt Roman alleine stemme. Andererseits bin ich frei & flexibel & kann tun & lassen, was ich möchte.

2 Pantser vs Plotter

Nach google-Recherche definiere ich das als Improvisation versus Planung . Gerne hätte ich zu Beginn eines Romans mehr Planung. Dann könnte ich bequem – wie auf der Rolltreppe – vom Start zum Ziel gelangen. Wohin die Reise im Buch gehen soll, habe ich im Kopf, gleichzeitig aber oft einzelne Szenen, die ich aufschreibe und im Nachhinein an passender Stelle platziere oder aufhebe, falls sie doch nicht passen.

1 Weltenbau

Mein Roman Kleckerlätzchen für Anfänger ist autobiographisch & spielt in meiner Heimatstadt München . Da musste ich keine Welt bauen, sondern nur beschreiben. Eine Nebenfigur, Irmgard, ist surreal. Ihr habe ich eine kleine Fantasiewelt angedichtet.

Thema No. 3: Themen – 15. bis 21. Mai

7 Eigenes Thema

Ich interpretiere es frei als Frage, worüber es sich lohnen würde, zu schreiben. Familienfeste wären ein gefundenes Fressen. Das Ziel: Zoff zu vermeiden. Das geht los mit der Gästeliste, weiter über Geschenke, Sitzordnung in Kirche & Lokal, Gesprächsthemen. Überall lauern das Risiko, dass sich jemand an die Gurgel geht.

6 Mut & Angst

In meinem Roman Kleckerlätzchen für Anfänger hat die Hauptfigur Kim eine Menge Mut, dass sie das Wagnis Muttersein eingeht, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. Aus diesem Grund hat sie natürlich Angst vor dem Unbekannten, vor dem Scheitern, vor Fehlern, davor, dass Baby-Lil etwas zustoßen könnte.

5 Versuchung

Hauptfigur & Erstlingsmutter Kim hat in meinem Roman Kleckerlätzchen für Anfänger hauptsächlich Baby-Lil im Kopf & im ❤. Die einzige Versuchung, der sie sich als Schwangere & frisch gebackene Mama täglich stellen & dieser manchmal widerstehen muss, ist Essen.

4 Tod/Verlust

Da der Tod im Leben zu oft eine Rolle spielt, spar ich dieses Thema in meinen Romanen aus. Der Verlust von zum Teil langjährigen Freunden spielt in Kleckerlätzchen für Anfänger eine Rolle. Durch Schwangerschaft/Geburt ändern sich zwangsläufig die Prioritäten und manche Wege trennen sich.

3 Familie

Das Thema passt perfekt. Mein Roman Kleckerlätzchen für Anfänger ist ein Buch über werdende & frisch gebackene Mütter. Es thematisiert den Beginn der Familie, die Situation, zum ersten Mal Mutter zu werden. Der glückliche Vater spielt natürlich auch eine Rolle.

2 Freundschaft

In meinem Roman Kleckerlätzchen für Anfänger geht es auch darum, dass mit der Veränderung, die ein Baby ins Leben zaubert, sich auch die Freundschaften zwangsläufig verändern. Manchen verfestigen sich, andere plätschern so dahin und manche zerbrechen sogar.

1 Liebe

In meinem Blog & in den Romanen geht es vorrangig um ein buntes (Groß-)Familienleben. Liebe zu meinem Ehemann & die reinste Form der Liebe – die Mutterliebe werden zwar nicht permanent thematisiert, sind aber Grundvoraussetzung und deshalb immer präsent.

Thema No. 2: Inspiration – 8. bis 14. Mai

7 Alltag & Real Life

Schon bei den Themen Bilder & Zitate hatte ich geschrieben, dass Kunstwerke, Sprüche, Versprecher, Geschenke, Verhaltensweisen am meisten zu meiner Inspiration beitragen. Ohne meinen Alltag & ohne mein Mom-Real-Life könnte ich nicht schreiben. Viele der auf Instagram gelisteten Bilder zeigen Kunstwerke oder Geschenke meiner Kinder, wie z.B. das Badesalz zum Muttertag .

6 Musik

Am inspirierendsten ist im Augenblick für mich die Musik von Annett Louisan & Anna Depenbusch. Die Mischung aus guter Laune & ironischen oder sarkastischen Texten belebt die Ideenfindung ungemein. Perfekt ist es, wenn ich dabei im traumhaften @cafebla_muenchen bei Cappucino sitzen darf.

5 Zitate

Wahre Inspiration ziehe ich aus den täglichen Sprüchen meiner Töchter.

Ich bin morgen schuld. – Ich habe die Sonne gescheint. – Zwei meiner Haare haben Geburtstag.

Da kann ich ewig zuhören.

4 Andere Autoren

Lieblingsautoren habe ich viele. Andreas Franz, A.J. Kazinski, Charlotte Link, Ursula Hahnenberg, Hermann Hesse, Max Goldt, Wladimir Kaminer.

Inspirierend wie kaum ein anderer ist für mich Juli Zeh. In ihre Bücher kann ich eintauchen wie in das Bild eines faszinierenden Aquariums.

3 Bilder

Viele Bilder können inspirieren. Doch kaum zu übertreffen sind die Kunstwerke meiner sechsjährigen Tochter, die so schöne Namen tragen wie Ein Wunderbaum verliebt sich in Frau Baum.

2  Filme & Serien

Zu Letzterem fallen mir natürlich die Kinder- & Familienserien, die mich von klein an begleitet haben:

Pippi Langstrumpf in ihrer Villa Kunterbunt, Biene Maja, Wickie & die starken Männer, das Familienidyll der Waltons.

Auch bei Filmen mag ich es farbenfroh . Einer meiner Lieblingsfilme ist Funny Girl mit Barbra Streisand. Mir unvergesslich ist eine der Anfangsszenen, in denen sie ungeschickt in froschgrünen Rollschuhen über eine Bühne schlittert.

1 In kreative Stimmung kommen

Wie funktioniert das? Indem ich erstmal eine ☕ oder zwei Tassen Kaffee ☕☕ trinke, die schönen Kleinigkeiten um mich herum im Blick behalte oder einfach dem Dialog meiner beiden Vierjährigen lausche. Die Welt von Aschenpudding, Parunzel, von Wehschnittchen und den sieben Särgen hat schon manche Idee entstehen und wachsen lassen.

Thema No. 1: Charaktere – 1. bis 7. Mai

7 Lieblingscharakter

Lieblingscharakter in meinem Roman Kleckerlätzchen für Anfänger ist eine Fantasiefigur namens Irmgard. Hauptfigur Kim hat die Dame mit dem altmodischen Namen im Kindergartenalter erfunden und sich in Zeiten von Einsamkeit oder Unsicherheit in Tagträume mit Irmgard geflüchtet.

Irmgard hat optisch starke Ähnlichkeit mit Susan Sarandon, ist Mitte sechzig, rothaarig, liebt Make-up & Nagellack . Vorbild für ihre liebenswerten Marotten ist meine Mutter. So zaubert Irmgard aus ihrer riesigen Handtasche Errungenschaften, die kein Mensch braucht: Tischventilator, Fliegengitter & ähnlich Sinnloses, das Irmgard Kim andrehen möchte. Mit ihrer bezaubernden schrulligen Art steht Irmgard der frisch gebackenen Mutter Kim mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite.

6 Fun Fact

Fun Fact? Die extreme Vergesslichkeit der Hauptfigur Kim Weiß. Nach der Geburt ihrer kleinen Chaosqueen vergisst sie gerne den eigenen Namen, ein Streit ist unmöglich, weil ihr nach wenigen Sekunden der eigene Standpunkt entfallen ist, Käse landet nicht im Kühlschrank, sondern in der Besteckschublade.

5 POV

Thema heute: POV. Point of view. Für meine Romane habe ich die Ich-Perspektive gewählt, die in der Gegenwart erzählt. Aus diesem Blickwinkel und im Hier & Jetzt kann ich mich am besten in den Charakter hineinversetzen. Die Hauptfigur Kim Weiß in Kleckerlätzchen für Anfänger trägt extrem autobiographische Züge. Nicht, weil ich eine übermäßige Rampensau bin, sondern weil sich die Macken und Marotten von I.H. bestens zur selbstironischen Darstellung eignen.

Lassen die Kinderbilder ahnen, dass ich mal mit Leidenschaft meine Steuererklärung machen werde, ein Buchhaltungsfetischist bin und meine Pullover im Schrank farblich geordnet sein MÜSSEN?

4 Männlicher Charakter

Als ich am 1. Mai das Unterthema Männlicher Charakter gelesen habe, dachte ich, ich würde passen.

Bei Korrektur des Buchsatzes bin ich dann doch noch auf einen männlichen Charakter gestoßen, dessen Vorstellung sich aus meiner Sicht lohnt. Die Bedeutung im Roman ist verschwindend gering. Gerade einmal an einer Stelle, auf den Seiten 130 und 131, darf sich ein Gerichtsvollzieher namens Unnützer der Leserschaft zeigen. Sein Auftritt beschränkt sich darin, das Geld für einen nicht bezahlten Strafzettel nebst Mahngebühren und Vollstreckungskosten einzutreiben.

Herr Edgar Unnützer, Gerichtsvollzieher, ist der Inbegriff eines Antihelden. Anfang sechzig, von kleiner Statur, spießig, bieder.

Und genau deshalb bereitet es mir umso mehr Freude, den Charakter gedanklich auszubauen. Denn man weiß nie, was sich hinter der scheinbar langweiligen Fassade verbirgt.

Edgar trägt einen Hut, den er altmodisch zum Gruß kurz anhebt, seinen Kleiderschrank bestücken Anzüge in grau, braun, schwarz, zum Teil jahrzehntealt, sowie Krawatten gleicher Farbe und gleichen Alters.

Jeden Morgen pünktlich um 7.15 Uhr verlässt er das Haus und tritt den Weg in das seit Jahren unveränderte Büro an. Immer dabei: Seine Aktentasche, die ihm seine Frau zur Verbeamtung 1977 geschenkt hat. In seinem Büro thront nach wie vor ein Telefon mit Wählscheibe, daneben steht eine Thermoskanne mit Filterkaffee. Über vierzig Jahre hat seine Ehefrau jeden Morgen eine extra Kanne aufgebrüht. Seit ihrem Krebstod im vergangenen Frühling hat Edgar Unnützer diese Aufgabe – wie so vieles im Haushalt – übernommen. Nur Hemden und Anzüge lässt er reinigen.

An den Wochenenden besucht er gelegentlich seine Nichte, sie studiert in der Stadt. Weitere Familienangehörige hat er nicht. Das Highlight der Woche besteht im sonntäglichen Mittagessen in einem der Traditionslokale in der Innenstadt. Mittlerweile hat er einen eigenen Tisch. Jeden Sonntag, wenn er um zwölf das Lokal betritt, stehen bereits ein Helles und ein wohlduftender Braten für den Stammgast bereit.

Auf die meisten Menschen macht der brave Staatsdiener einen biederen und tristen Eindruck. Doch das täuscht.

Anders als von Romanfigur Kim Weiß angenommen, hat er durchaus Sinn für Humor. Mal sehen, ob und wo mir die fiktive Figur des Herrn Unnützer noch einmal über den Weg laufen wird.

3 Zitat des Charakters

Mit langen Worten halte ich mich heute zurück. Nur ganz kurz: Das Zitat stammt von der Hauptfigur Kim Weiß aus der Fortsetzung von Kleckerlätzchen für Anfänger.

2 Namensfindung

Wie finde ich die Namen meiner Romanfiguren?

Da fast alle Figuren in meinen Büchern Personen des reellen Lebens zum Vorbild haben, lehnen sich deren Namen an die Wirklichkeit an.

Den weiblichen Charakter meiner Romane, Kim Weiß, habe ich gestern gehetzt in aller Kürze vorgestellt.

In der Ursprungsversions meines Erstlings trug die Hauptfigur meinen Namen. Dies mag angesichts der extrem biographischen Züge bei dessen Erscheinen 2012 vielleicht passend gewesen sein.

Nach der Überarbeitung 2016 inklusive Änderung des Covers und des Titels passte es nicht mehr. Meine Lektorin, Ursula Hahnenberg, gab den wertvollen Tipp, die Hauptfigur umzubenennen. Und siehe da: Wenn man nicht egozentrisch auf sich oder eine Person gleichen Namens fokussiert ist, fällt es gleich leichter, mit gesundem Abstand auf den Charakter zu blicken und dessen Eigenheiten besser herauszuarbeiten.

Da sich die autobiographischen Züge nicht leugnen lassen, habe ich meinem Alter Ego, der Protagonistin Kim, einen Nachnamen gegeben, der meinem ähnelt. Beide sind kurz und hoffentlich einprägsam.

Wegen meiner Affinität zu kurzen Namen sollte auch der Vorname nicht allzu viele Silben haben, was – glaube ich – mit Kim ganz gut geglückt ist.

Und siehe da: Kim weiß war geboren!

1 Weiblicher Charakter

Die Muddi auf Ideensuche.

Ich sitze an meinem Computer und verfasse einen Beitrag für die #LoveWritingChallenge.

Der zweite Beitrag bei einem solchen Event. Was schreibt die challenge-unerfahrene Muddi da bloß? Den ersten Beitrag überhaupt in meinem Leben bei einer Challenge habe ich vorhin auf Instagram bei einer Blogchallenge gepostet.

Ein Selfie. Nicht besonders einfallsreich, aber es schien mir durchaus passend zur üblichen Selbstdarstellung in den sozialen Medien.

Zu meinem großen Bedauern werde ich nun permanent gestört, denn die kleinen liebenswerten Damen, meine vier Töchter, haben nicht das mindeste Verständnis dafür, dass ich in Ruhe den Text verfassen möchte. Ihnen sind Schokokekse, Milch und Barbiefrisuren wichtiger als ein paar in den Computer getippte Wörter.

Wie lautete das Thema der Woche? Charaktere.

Unterthema: weiblicher Charakter.

Wie es der Zufall will, steht mein Roman Kleckerlätzchen für Anfänger kurz vor der Veröffentlichung und welcher weibliche Charakter wäre besser geeignet als die dortige Hauptfigur Kim Weiß?

Wer ist Kim Weiß?

Mittdreißigerin, Juristin, erwartet mit Ehemann Markus, ebenfalls Jurist, das erste Kind. Das bisher bekannte Leben mit all seinen Freiheiten wird durch die kleine Chaosqueen Lil komplett umgekrempelt. Kim durchlebt in dieser neuen aufregenden Zeit hormon- und situationsbedingt diverse Gemütsverfassungen. Mal ist sie aufgeregt, gespannt, überfordert, mal planlos oder zu Tode betrübt, letztlich aber überglücklich.

Kim ist zwar eine fiktive Figur, allerdings mit stark autobiographischen Zügen. Ich bin keine tolle Superheldin und hoffentlich bewegen sich meine Allüren als Rampensau und der Hang zur Selbstdarstellung im Rahmen des Sozial-Adäquaten. Der Grund, weswegen ich meine Person als Vorlage und zur Inspiration gewählt habe, liegt einfach darin, dass sich I.H. mit ihren Macken und Marotten bestens zur selbstironischen Darstellung eignet.

Allzu gerne würde ich weiterschreiben, doch leider lassen das die kleinen Fräulein, die mich Mama nennen, nicht zu. Ein Fillypferdchen hat sich unter das Sofa verirrt und möchte befreit werden.